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KuckußbaadNACH DEN GERÜCHTEN
im Ort, später namens Kuks, wurde einst Gold angebaut. Das altdeutsche Wort „kukus“ bedeutet der Anteil an der Anbautätigkeit. Am Hang dieses Kukustales entspringen die Quellen, von denen früher in der Umgebung geredet wurde, dass sie Heilkraft haben. Dieses zauberhaftes Tal lockte ganz sicher zur Barockgestaltung, wie man in der Barockzeit mehrmals vielerorts schuf.

šporkovský erbIM JAHRE 1684
erbte F. A. Sporck diese Herrschaft Gradlitz. Er berief 1694 zu den Quellen eine Kommission der nahmhaften Chemiker, deren Gutachten positiv erschien. Ab kommenden Jahr begann Graf Sporck einen großartigen Umbau des Kukustales zu realisieren. Seine Residenz diente sowohl Heilbad als auch Gesellschaftszentrum der Adeligen mindestens in Ostböhmen. 

Kukské lázně, 1718
 
Kukus-BrunnDER BRUNNEN
wurde durch die Sandsteinplatten überbrürckt. Darüber wurde die Kapelle Jungfrau Maria Himmelfahrt gebaut (1), rechts ein großes Gastwirthaus „Zur Goldenen Sonne“ (2). Bei der Quelle wurde ein holzernes Badhaus erbaut, zum Elbe führte eine monumentale Kaskadentreppe, die von Tritonenstatuen (3) verziert wurde. Unten stand ein Brunnen mit der Statue Polyfemos, der dank der mechanischen Anlage im Rücken unter dem Wasserstrom schöne Melodien den Badegästen spielte. Die Brücke über die Elbe wurde von gemalten Holzfiguren der Harlekinen (4) verziert. Auf dem zentralen Achse vom Schloss, über die Kasskadentreppe und die Elbebrücke führte der Weg zum Lusthaus mit dem Billard und zum Taubenschlag (5). 1702 wurde neben dem Gastwirthaus ein Holztheater (6) erbaut, wo die deutschen und italienischen Theaterstücke (auch Opern) gespielt wurden. Die Wiese vor dem Lusthaus diente als Rennplatz, wo die Gäste ein heute unbekanntes Spiel „Ringelspiel“ (7) spielten. 

  
zámekBIS ZUM JAHR 1710
wurde ein ehemaliges Holzbadehaus abgetragen und ein neues Steinbadehaus gebaut. Im ersten Stock wohnte F. A. Sporck mit seiner Familie, während im Erdgeschoss (8) die Kurzimmer mit den Wannen zur Verfügung standen. Ans Kurhaus wurden Kollonaden, Turmhaus, 10 Gebäude für Badegäste und weitere kleine Bauen, heute längst verschwunden, angebaut. Bis heute gibt es in Kuks eine Reihe der ursprünglichen Holzhäuser für Dienstbote und Gesinde. Als der letzte Bau im Areal des Kurortes wurde im Jahre 1722 sog. Philosophenhaus mit seiner umfangreichen Bibliothek für die Gäste des Grafen eröffnet.

lázeńský trpaslíkDER RUHM DES SPORCKSCHEN BAADES
dauerte ungefähr 40 Jahre, einschließlich der 30er Jahren, wann überall bereits der Verfall zu sehen war. Nach dem Tod des Grafen verlieben die Adeligen den Kurort, 1740 kam eine vernichtende Überflutung, manche Bauen mussten abgetragen werden. Eine allmähliche Verwüstung des Areals hat ihren Höhepunkt im Abriss des Sporckschen Schlosses im Jahre 1901 und in der Aussiedlung der deutschen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg.
 
(c) 2011, Hospital Kuks