Kräutergarten – Flora und Bildhauerkunst

Der Eintritt in unseren Garten ist kostenfrei das ganze Jahr über, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.

WAS BEI UNS WÄCHST UND BLÜHT...

Pflanzenbuch von Kuks

Der Kräutergarten ersterckt sich seit der Gründung des Hospitals zu Beginn des 18. Jahrhunderts hinter dem Hof und den südlichen Flügeln des Gebäudes. Hier wurden verschieden Heilkräuter für die Bedürfnisse der örtlichen Apotheke Zum Granatapfel angebaut, sowie Obst und Gemüse für die Spitalküche. Nach 1945 verlor der Garten an Bedeutung, weil das Hospital seinen ursprünglichen Zweck nicht mehr hatte und Apotheke zu veraltet war. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ähnelte der Kräutergarten vielmehr einem französischen Park. Die zentrale Fläche war in sechzehn rasenbedeckten Quadrate unterteilt, die mit Buchsbaumhecken begrenzt waren. Hainbuchenhecken trennen bis heute die verbliebenen Obstgärten voneinender und säumen die Randwege.

In den Jahren 2013-2015 wurde das ganze Areal des Hospitals saniert und renoviert, einschließlich des Gartens.  Derzeit gibt es im Kräutergarten 144 Beete (verschiedene Arten von Blumen, Kräutern und Gemüse), jeweil 12 Beete pro Quadrat. Das Erscheinungsbild des Gartens wurde durch die Rekonstruktion des Gartenhauses und den Abriss eines veralteten, unansehnlichen Gewächshauses deutlich verbessert. Unsere Gärtner verfügen seit 2015 über moderne Anlage hinter dem ehemaligen Getreidespeicher des Hospitals (derzeit ein Restaurant). In diesem Gewächshaus pflanzen erfolgreich Zitrusfrüchte und andere exotische Arten.

Über dem Durchgang vom Hof zum Garten sitzt Polyphem. Ursprünglich befand diese Statue unter der Kaskadentreppe im Dorf, doch es ist unbekannt, wann sie hierher über das Tor versetzt wurde. Polyphem hatte einen Mechanismus auf dem Rücken, der sich mithilfe des Wasserstrahls drehte und eine Melodie spielte. Ein Loch im Rücken ist bis heute zu sehen.

Das dominierende Merkmal des Gartens bildet das Standbild des sog. großen christlichen Kämpfer (Miles Christianus) aus der Werkstatt von Matthias B. Braun, im Jahre 1732 gemeißelt. Diese Kämpfer stand im „Neuen Wald“ (Bethlehem) und einer Legende nach drohte mit dem Schwert gegen die jesuitische Residenz in der nahen Gemeinde Schurtz (Žireč).

Auf der linken und rechten Seite vom Kämpfer ragen zwei schlanke Obelisken empor, die einst auf der Rennbahn am Elbeufer standen; auf den Spitzen drehten sich im Wind farbige Holzstatuen Gerechtigkeit und Wahrheit – das war ein Motto von Gründer F. A. Sporck.

Der Mittelweg des Gartens ist von dreizehn Statuen des holländischen Bildhauers namens Bartholomeo Zwengs gesäumt, die die freien Künste, die Elemente und die Jahreszeiten darstellen. In der rechten Ecke des Gartens befindet sich eine Statue Engel Gloria aus Betlehem.

Der Garten ist von Anfang an mit der Mauer umfriedet. In den westlichen Teil der Mauer sind Fragmente kleiner Engel, sogenannter Putti, eingelassen. Unter dem Vordach am Seitenausgang des Gartens befindet sich eine unscheinbare, aber wertvolle Statue des heiligen Hieronymus mit einem Schädel (ebenfalls aus Bethlehem im Neuwald).